Archiv für Juli 2009

„Bon lieu vivant“ informiert Gemeinderat

Am Dienstag nachmittag suchte „Bon lieu vivant“ im Gemeinderat nach Unterstützung für ein unkommerzielles Kulturzentrum in Selbstverwaltung. Vor dem Rathaus wurde in Flugblättern über die aktuelle Situation und die Initiative mit ihren Anliegen informiert. Die Resonanz war sehr positiv und es wurde über konkrete Unterstützungsmöglichkeiten gesprochen.

PM: Bon lieu vivant hält vorest an Pfannkuchstr. 15 fest

Am heutigen Dienstag mittag trafen Delegierte der Initiative „Bon lieu vivant“ mit dem Dezernat 4 der Stadtverwaltung zusammen, um über ein unkommerzielles Kulturzentrum in Selbstverwaltung in der Pfannkuchstr. 15 zu sprechen. Der Vertreter der Stadt, Stefan Rastetter, sprach dabei von zwei möglichen Interessenten für das seit vier Jahren leerstehende Gebäude. Er sähe daher in der Pfannkuchstr. 15 keinen Platz für ein Kulturzentrum, auch wenn sich das Gebäude dafür sehr eigne, wie auch Vertreter der Stadtverwaltung am Freitagabend feststellten. Rastetter verwies für weitere Gespräche auf das Kulturamt und den Stadtjugendausschuss.

Nach den Gesprächen will „Bon lieu vivant“ weiter versuchen, „sich auf verschiedenen Wegen“ für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum einzusetzen. Noch in dieser Woche soll dem Kulturamt und den Dezernaten ein detailliertes Konzept vorgelegt werden, wie sich die Initiative lebendige, unkommerzielle Kulturarbeit vorstellt. Kern des Konzepts ist ein eigenes Kulturzentrum.
Für Tobias Kuhn, Sprecher von „Bon lieu vivant“ sind bestehende städtische Einrichtungen keine Alternative. „Nachhaltige kulturelle Arbeit braucht eigene Räume und eine langfristige Perspektive. Weder sind die mit ihrer offenen Jugendarbeit ausgelasteten Jugendzentren noch andere nur kurzfristig nutzbare Gebäude eine Alternative für uns. Wir wollen Ausstellungen, Ateliers und andere auf lange Sicht ausgelegte Kulturprojekte etablieren.“

Die Pfannkuchstr. 15 bietet dafür optimale Vorraussetzungen, so Kuhn. „Die Stadt wollte uns die Namen der Investoren nicht nennen, die sich nun nach jahrelangem Leerstand für das Haus interessieren. Daher halten wir weiter an unserer Forderung fest, unsere Idee eines Offenen Kulturzentrums in der Pfannkuchstr. 15 zu verwirklichen. Wenn uns konkret, adäquate Alternativgebäude angeboten werden sollten, sind wir für Verhandlungen natürlich weiter offen.“

Gespräche mit der Stadt

Das am Freitagabend vereinbarte Treffen zwischen Stadtverwaltung und Bon lieu vivant findet am morgigen Dienstag mittag statt. Wir halten Euch auf dem Laufenden…

Irie Révoltés bei „Das Fest“

Ein großes Dankeschön an Irie Révoltés und alle UnterstützerInnen, die gestern am Start waren!

PM: Startschuss für neues Kulturzentrum in Karlsruhe

Am Freitag abend wurde in Karlsruhe der Grundstein für ein neues Kulturzentrum in Selbstverwaltung gelegt. Die Initiative „Bon lieu vivant“ rief in einem seit vier Jahren leerstehenden Gebäude in Daxlanden eine „Eröffnungsparty“ aus. Sie planen auf dem Gelände ein offenes Kulturprojekt, das vor allem unkommerziellen Veranstaltungen und Projekten Raum bieten soll. Obwohl die Polizei das Gelände bereits während der Aufbauarbeiten umstellte, wuchs die Besucherzahl im Haus auf etwa 60 an. Zusätzlich fanden sich im Verlauf des Abends bis zu 150 Personen rund um das Gelände ein, die auf Einlass zur Eröffnung des unkommerziellen Kulturprojekts warteten.

Die Initiative „Bon lieu vivant“ schickte gleich nach dem Betreten des Hauses ein Mietvertragsentwurf an die Gebäudewirtschaft und Wirtschaftsförderung Karlsruhe, die das Gelände verwalten. Noch am Abend besuchte die Stadtverwaltung Karlsruhe in Person von Björn Weise vom Amt für Bürgeservice und Sicherheit sowie der persönliche Referent des Oberbürgermeisters Heinz Fenrich das Haus. In der einstündigen Verhandlung wurde ein gemeinsamer Termin zwischen Stadt und „Bon lieu vivant“ vereinbart, um über ein Kulturzentrum zu verhandeln. Daraufhin entschieden die Besucher, das Gelände vorerst freiwillig zu verlassen.

Enttäuscht zeigte sich „Bon lie vivant“, dass sie ihr für die kommenden Tage vorgesehenes Programm aus Konzerten, Lesungen und Kino sowie einer Ausstellung einstweilen nicht realisieren konnten. Doch Tobias Kuhn, Sprecher der Initiative, blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir sind zuversichtlich, dass wir eine einvernehmliche Lösung für unser Anliegen finden werden. Es offensichtlich, dass der einsetzende Verfall des Gebäudes niemandem nutzt. Zudem ist die Belebung der Karlsruher Kulturlandschaft seit Jahren erkärtes Ziel der Stadt.“

Kuhn freut sich über die große Resonanz auf den Auftakt der Kampagne: „Das große Interesse motiviert uns und gibt uns Kraft für die weitere Arbeit. Dadurch gehen wir gestärkt in die für Montag zugesagten Gespräche mit der Stadtverwaltung.“